Freischritt

Was ist ein Freischritt oder ein freier Pfad hinter den Wegen?
Es ist sicherlich erkennbar, dass hier keine bisherigen und ausgetretenen Wege gemeint sind, sondern dass es sich um einen anderen Weg handelt, der völlig neu beschritten werden will. Es ist der Weg über die ICH-Kraft, über die Liebe, über die kontinuierliche Präsenz, über die Gegenwart, indem wir uns diese stets vergegenwärtigen, und in dem wir uns immer auf unseren inneren Kern, unseren Gottes-Funken, zentrieren. Die Begegnung mit der ICH-Kraft ist ausnahmslos im Jetzt.

Wie ein Blitz – die Natur stellt das Jetzt mit dem Blitz sehr trefflich dar.

In Hinwendung und Liebe für die Natur – die Göttin, die Erde – und in dem wir von ihr lernen, bereiten wir den Acker für den Kern, für den Samen und ernähren diesen Samen mit entsprechenden Essenzen, damit er gedeihen kann.
Das NUN – die Göttin – bildet die Schale und umhüllt das JETZT – Gott.
Dies verdeutlicht, warum es heisst: IM Anfang war das Wort und nicht wie oftmals zitiert AM Anfang war das Wort.

Überall in jedem Garten wird dies so getan. Niemand kommt auf die Idee Samen auf eine Betonplatte zu streuen, in der Hoffnung dass die Kerne oder Samen sich öffnen, gedeihen, sich entfalten und Frucht tragen.

Was ist der Grund, dass dies immer wieder im Geistigen und im Seelischen tagtäglich versucht wird?

Begeben wir uns auf die Suche nach höherer, tieferer Einsicht und feiner Forschung, bereiten wir den Boden und schreiten auf dem Pfad hinter den Wegen.
Wagen wir diesen Freischritt aus Liebe und Ehrung zur Natur und der Erde, in welcher als Universität für uns Menschen so vieles eingeschrieben ist, erkennen wir, dass in allen Prozessen etwas mitgeteilt wird.

Dies ist im Geistigen und Seelischen das Vorbereiten des Ackers für den Kern – es ist die Verbindung zum Urgrund – der Göttin, dem Weiblichen, wir bilden so eine Schale für den Kern.

Ein freier Pfad hinter den bisherigen Wegen eröffnet neue Sichtweisen. Echte Sprachkräfte greifen und begreifen sind WESENtlicher Bestandteil und ist Leben – im Anfang war das Wort und alles ist aus ihm entstanden. Dies schafft neue Begegnung von Mensch und Natur. Mit der Liebe zum Wort bringen wir einen Freiraum in Resonanz und ein Netzwerk zum Schwingen.

Schlüsselworte sind überall in der Natur zu finden. Urvölker und das keltische Volk waren innig mit der Natur verbunden und sie wussten von dem aufrechten Strahl in seinem Gefäss oder dem Lebensbaum in der Mutter Erde und das dies innig mit der Einswerdung des Menschen mit Vater-Mutter-Urgrund in Verbindung stand.

Das keltische Alphabet ist mit den Bäumen verbunden und die Buchstaben haben in den Buchen-Stäben ihren Ursprung. Die Bäume waren für die Kelten die Welt der Götter. Das keltische Alphabet beginnt mit Bilo – die Birke, der weisse weibliche Baum, der auch noch in der heutigen Zeit als Maibaum vom Aufstieg erzählt.Überall in der Natur ist das Urwort der Göttin eingeschrieben, wir müssen nur wieder lernen und Freude daran haben, dieses Wörterbuch lesen zu können.

Omega – die Mutter, OM der Urlaut, aus dem alles entstanden ist

Alpha – der Vater, die erste Sonne aller Sonnen

Pflegen wir das Wort in der ursprünglichen Weise
und in der besten und edelsten Weise, wie es uns schon möglich ist,
bereiten wir guten Boden, nähren die Zukunft und unseren Kern.